Ernährung

Welches Futter ist das richtige für Ihren Welpen?

Erfahren Sie, wie Sie das passende Futter für Ihren Welpen auswählen, um seine gesunde Entwicklung zu unterstützen.

Gesundes Welpenfutter mit natürlichen Zutaten.

Das Regal mit Welpenfutter sieht in jedem Geschäft gleich aus: einige Dutzend Verpackungen, auf denen dieselben Wörter wiederkehren. Die Unterschiede, auf die es ankommt, stehen klein gedruckt auf der Rückseite — Fleischanteil, Kennzeichnung der Lebensphase, Krokettengröße, Protein- und Kalziumgehalt. Im Folgenden geht es darum, wie die Zusammensetzung zu lesen ist, worin sich Trocken- und Nassfutter unterscheiden und wie sich die Futterart an Alter und Größe des Hundes anpassen lässt.

Welche Futterarten gibt es für Welpen?

Trocken- und Nassfutter unterscheiden sich vor allem im Wassergehalt: etwa 8 Prozent beim Trockenfutter, etwa 75 beim Nassfutter. Daraus ergibt sich alles Weitere. Trockenfutter ist pro Portion günstiger, bleibt nach dem Öffnen länger frisch und wirkt der Zahnsteinbildung stärker entgegen. Nassfutter riecht intensiver und ist deshalb bei wählerischen Hunden und während des Zahnwechsels oft die einzige praktikable Lösung, eine geöffnete Dose hält im Kühlschrank jedoch nur zwei Tage. Beide können Alleinfutter sein, und beide lassen sich kombinieren, solange die Tagesenergie stimmt.

Trockenfutter, auch als Kroketten bekannt, lässt sich unkompliziert lagern und füttern. Es hat meist eine längere Haltbarkeit und kann durch das Kauen dazu beitragen, die Zähne Ihres Welpen sauber zu halten. Zudem ist Trockenfutter oft preisgünstiger und lässt sich leichter transportieren. Auf der anderen Seite finden manche Welpen Trockenfutter weniger anregend, was sich auf den Appetit auswirken kann. Es kann daher sinnvoll sein, dem Futter etwas Nassfutter beizumischen, um die Lust am Fressen zu unterstützen.

Nassfutter, meist in Dosen oder Beuteln erhältlich, duftet intensiver und schmeckt kräftiger, weshalb es von Welpen oft lieber angenommen wird. Außerdem liefert es mehr Flüssigkeit, was der Wasseraufnahme zugutekommt. Das ist besonders bei Welpen von Bedeutung, die anfälliger für Flüssigkeitsmangel sein können. Allerdings ist Nassfutter nach dem Öffnen weniger lange haltbar und meist teurer als Trockenfutter. Eine Mischung aus beiden Futterarten kann daher helfen, die Ernährung abwechslungsreich zu gestalten und den Bedürfnissen Ihres Welpen gerecht zu werden.

  • Trockenfutter: praktisch, länger haltbar, unterstützt die Zahngesundheit.
  • Nassfutter: schmackhafter, liefert zusätzlich Flüssigkeit, kommt bei Welpen meist gut an.

So lesen Sie die Futterzusammensetzung richtig

Die Bestandteile stehen in absteigender Reihenfolge nach Gewicht, entscheidend sind daher vor allem die ersten drei. „Hühnerfleisch" und „tierische Nebenerzeugnisse" sind nicht dasselbe: Das erste benennt den Rohstoff, das zweite ist eine Sammelkategorie. Die Formulierung „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (davon 4 % Huhn)" bedeutet genau das — vier Prozent. Die analytischen Bestandteile an der Seite nennen dagegen Protein, Fett und Asche, und erst sie erlauben einen zahlenmäßigen Vergleich zweier Produkte.

Im Futter für einen wachsenden Hund zählen vier Gruppen von Bestandteilen. Tierisches Eiweiß baut Gewebe auf und sollte aus einer benannten Quelle stammen — Huhn, Pute, Fisch, Ei. Fette liefern Energie und ermöglichen die Aufnahme der Vitamine A, D, E und K. Kohlenhydrate, meist Reis oder Kartoffel, sind die günstigere Energiequelle und geben der Krokette ihre Struktur. Kalzium und Phosphor bauen das Skelett, wobei beim Welpen ihr Verhältnis zueinander zählt, etwa 1,2 zu 1 — deshalb wird fertigem Futter kein Kalzium zugesetzt.

Um die Qualität eines Futters einzuschätzen, lohnt sich zunächst ein Blick auf die ersten Zutaten der Zutatenliste. Je mehr Fleischanteile dort aufgeführt sind, desto besser. Meiden Sie Futter, bei dem Getreide wie Weizen oder Mais an erster Stelle steht, denn diese liefern Ihrem Hund keine besonders hochwertige Proteinquelle. Achten Sie außerdem darauf, ob das Futter natürliche Zusätze wie Fischöle enthält, die eine gesunde Haut und ein gepflegtes Fell unterstützen können.

  • Achten Sie auf die Proteinquelle – sie sollte aus Fleisch stammen.
  • Meiden Sie Nebenerzeugnisse und Getreide als Hauptbestandteile.
  • Prüfen Sie den Fettgehalt – er sollte zum Alter Ihres Welpen passen.
  • Achten Sie auf Vitamin- und Mineralstoffzusätze, die die Gesundheit unterstützen können.
  • Bevorzugen Sie Futter, das von Tierärzten positiv bewertet und empfohlen wird.
„Ein gut ausgewogenes Futter ist ein wichtiger Baustein für ein gesundes Wachstum Ihres Welpen.“

Futter passend zu Alter und Größe des Hundes auswählen

Der Bedarf ändert sich mit dem Hund, und zwar schneller, als der Sack zu Hause gewechselt wird. Bis zum sechsten Monat braucht ein Welpe Futter mit hohem Proteinanteil und erhöhter Energiedichte; danach sinkt das Wachstumstempo, und überschüssige Kalorien setzen sich als Gewicht an. Bei kleinen Rassen endet die Wachstumsphase etwa im zehnten bis zwölften Monat, bei großen später — daher die unterschiedlichen Zeitpunkte für den Wechsel auf Adultfutter. Beim Abmessen der Portionen lohnt es sich zu lernen, Übergewicht bei Maltipoos erkennen zu können und die eigenen Beobachtungen mit der Tierarztpraxis zu besprechen.

Die unterschiedlichen Ernährungsbedürfnisse ergeben sich aus der jeweiligen Lebensphase Ihres Hundes. Welpen befinden sich in einer Phase intensiven Wachstums und benötigen Futter, das die Entwicklung von Knochen und Muskeln unterstützt. Es lohnt sich, Produkte zu wählen, die speziell für Welpen gekennzeichnet sind, da sie ein ausgewogenes Verhältnis der wichtigen Nährstoffe enthalten.

Das Alter entscheidet, welche Rezeptur gilt. Bis zum sechsten Monat braucht ein Welpe einen höheren Proteinanteil und mehr Energie je Gramm als ein ausgewachsener Hund; danach sinkt der Bedarf allmählich und nicht von einem Tag auf den anderen. Die Kennzeichnung auf der Verpackung — Puppy, Junior, Growth — ist die schnellste Prüfung, und wenn der Hersteller ein Endgewicht angibt, grenzt diese Zahl die Auswahl stärker ein als die Altersspanne allein.

Auch die Größe des Hundes beeinflusst die Futterwahl. Kleine Rassen wie Chihuahua oder Yorkshire Terrier haben einen schnelleren Stoffwechsel und benötigen ein Futter, das leicht zu kauen ist und ausreichend Energie liefert. Größere Rassen wie Labrador oder Deutscher Schäferhund brauchen dagegen ein Futter, das die Gelenke unterstützt und einer Gewichtszunahme entgegenwirkt.

  • Welpen bis zum 6. Lebensmonat: Futter mit hohem Anteil an Eiweiß und Fett
  • Welpen vom 6. Lebensmonat bis zum 1. Lebensjahr: Umstellung auf ein Futter mit ausgewogenem Nährstoffgehalt
  • Kleine Rassen: leicht kaubares, energiereiches Futter
  • Große Rassen: Futter zur Unterstützung der Gelenke und zur Gewichtskontrolle

Die besten Futtersorten für Welpen

Es gibt mehrere Dutzend Marken, und keine ist für jeden Hund die richtige. Royal Canin und Hill's Science Plan sind breit verfügbar und führen Linien für kleine Rassen mit einer auf das Maul abgestimmten Krokettengröße. Andere Produkte sind beim Anteil benannten Fleisches zu vergleichbarem Preis mitunter besser. Ein sinnvoller Vergleich stützt sich auf drei Zahlen: Prozentsatz Fleisch aus benannter Quelle, Protein in den analytischen Bestandteilen und Kosten der Tagesration — nicht auf den Platz einer Marke in einer Rangliste.

Bei der Futterauswahl sollten Sie einige wichtige Kriterien berücksichtigen. Achten Sie vor allem auf die Zusammensetzung – das Futter sollte hochwertige Proteine, Fette und Vitamine enthalten. Ebenso wichtig ist, dass es auf Alter und Größe Ihres Welpen abgestimmt ist. Kleine Rassen haben andere Ernährungsbedürfnisse als große, weshalb sich Produkte empfehlen, die für die jeweilige Größengruppe entwickelt wurden. Acana Puppy & Junior beispielsweise eignet sich gut für Welpen kleiner Rassen, da es einen passenden Proteingehalt sowie Nährstoffe bietet, die ihre Entwicklung unterstützen.

Die Übereinstimmung zwischen den verschiedenen Empfehlungen ist schmaler, als sie wirkt: eine benannte Fleischquelle am Anfang der Zusammensetzung, keine künstlichen Farbstoffe und ein auf die Wachstumsphase abgestimmtes Verhältnis von Kalzium zu Phosphor. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zeigen sich später an Fell und Haut, weshalb ein Teil der Hersteller sie zusetzt. Darüber hinaus endet die Übereinstimmung, denn das passende Futter hängt vom einzelnen Hund ab — und genau deshalb verlagert eine chronische Erkrankung oder eine Futtermittelallergie diese Entscheidung vom Regal in die Praxis.

Praktische Tipps zur Ernährung Ihres Welpen

Die Tagesmenge entnimmt man der Tabelle auf der Verpackung als Ausgangspunkt und korrigiert sie dann anhand der Körperform des Hundes. Eine eigene Frage ist die Fütterungshäufigkeit: Bis zum sechsten Monat wird die Ration auf drei bis vier Mahlzeiten verteilt, danach auf zwei bis drei. Neues Futter führt man über etwa eine Woche ein und mischt es in steigendem Anteil unter das alte — ein abrupter Wechsel endet bei den meisten Welpen in weichem Kot. In den ersten Tagen nach einer Umstellung lohnt der Blick auf den Kot: Seine Beschaffenheit zeigt am schnellsten, ob der Hund die neue Zusammensetzung verträgt.

  • Die empfohlenen Futtermengen finden Sie auf der Verpackung, es lohnt sich jedoch, mit Ihrem Tierarzt zu sprechen, um sie an die individuellen Bedürfnisse Ihres Welpen anzupassen.
  • Regelmäßige Fütterungszeiten helfen dabei, eine feste Routine zu schaffen, die sich positiv auf die Gesundheit Ihres Hundes auswirkt.
  • Wenn Sie das Futter wechseln, tun Sie dies schrittweise über etwa eine Woche, indem Sie es mit dem bisherigen Futter mischen, um Magenprobleme zu vermeiden. Beginnen Sie in den ersten 2 bis 3 Tagen mit 75 % altem und 25 % neuem Futter, gehen Sie dann für einige Tage auf ein Verhältnis von 50/50 über, bis das neue Futter vollständig eingeführt ist.
  • Beobachten Sie, wie Ihr Welpe auf das neue Futter reagiert. Wenn Ihnen etwas Ungewöhnliches auffällt, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt.
Eine gute Ernährung bildet die Grundlage für die Gesundheit jedes Welpen.
Experte für Tierernährung

Zusammenfassung und häufige Fragen

Auf wenige Entscheidungen gebracht: Alleinfutter mit Kennzeichnung für die Wachstumsphase, eine benannte Fleischquelle an erster Stelle der Zusammensetzung, eine zur Hundegröße passende Krokettengröße, eine nach Körperform statt nach Tabelle korrigierte Menge und jeder Wechsel über eine Woche gestreckt. Der Rest ist Beobachtung: Fell, Kot, Gewichtsentwicklung und Appetit sagen über die Eignung eines Futters mehr aus als jede Beschreibung auf der Verpackung.

  • Welche Inhaltsstoffe sollte Welpenfutter enthalten?
  • Was sind die Unterschiede zwischen Trocken- und Nassfutter?
  • Wie passen Sie das Futter an Alter und Größe des Hundes an?
  • Wie führen Sie neues Futter in die Ernährung Ihres Welpen ein?
  • Welche Futtermarken für Welpen sind empfehlenswert?
  • Welche Anzeichen deuten auf eine Futterunverträglichkeit bei einem Welpen hin?
  • Wie oft sollten Sie einen Welpen füttern?
  • Können Sie verschiedene Futterarten miteinander kombinieren?

FAQ

Häufige Fragen

Wie oft sollte ein Welpe gefüttert werden?

Welpen sollten je nach Alter und Größe 3 bis 4 Mal täglich gefüttert werden. Feste Fütterungszeiten unterstützen eine gesunde Entwicklung und sorgen für eine gleichmäßige Energieversorgung.

Woran erkennt man eine Futterunverträglichkeit bei einem Welpen?

Eine Futterunverträglichkeit kann sich durch Erbrechen, Durchfall, Juckreiz der Haut oder vermehrte Blähungen zeigen. Es lohnt sich, die Reaktion des Welpen auf ein neues Futter aufmerksam zu beobachten.

Kann man verschiedene Futterarten mischen?

Es ist möglich, verschiedene Futterarten zu kombinieren, etwa Trocken- und Nassfutter, allerdings sollte dies behutsam geschehen. Eine schrittweise Umstellung verringert das Risiko von Verdauungsproblemen.

Welche Zutaten sind für einen Welpen schädlich?

Schädlich für Welpen sind unter anderem Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben und Rosinen. Auch Futter mit minderwertigen Inhaltsstoffen sollte gemieden werden.

Wie lange sollte ein Welpe mit Welpenfutter gefüttert werden?

Welpen sollten bis zum Erreichen des Erwachsenenalters mit speziellem Welpenfutter versorgt werden. Je nach Rasse liegt dieser Zeitpunkt in der Regel zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat.

Was sind die Unterschiede zwischen Trocken- und Nassfutter?

Trockenfutter unterstützt die Zahngesundheit und ist im Alltag praktischer, während Nassfutter geschmacklich intensiver ist und sich besser für Welpen mit Appetitproblemen eignen kann.

Welche Futtermarken werden für Welpen empfohlen?

Zu den empfehlenswerten Futtermarken für Welpen zählen Royal Canin, Hill's, Acana, Orijen und Eukanuba. Die Wahl sollte sich nach den individuellen Bedürfnissen Ihres Hundes richten.

Wie liest man die Zusammensetzung von Welpenfutter richtig?

Ein Blick auf die Zusammensetzung ist wichtig. Achten Sie auf hochwertige Zutaten sowie auf deren Reihenfolge in der Liste, da diese Aufschluss über ihren Anteil im Produkt gibt.

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